Archiv für März 2009

Seiferts angegriffen!*2.UPDATE*

17.3.:Wie uns so eben bekannt wurde, haben Unbekannte in der letzten Nacht das Haus der Familie Seifert in der Einfelder Str. angegriffen.

18.3. UPDATE: Anders als anfangs angenommen, scheint es sich bei der nächtlichen Attacke doch um einen entflammbaren Gegenstand gehandelt zu haben, mit dem die Attacke durchgeführt wurde. Laut „Holsteinischem Courier“ (Artikel siehe unten) flog eine „brennende Substanz“ in das Innere des Hauses und entzündete dort angeblich den Fußboden, sowie einen Schrank.

3.4. UPDATE:
Der Vollständigkeit halber werden nachfolgend die Presseartikel der regionalen Zeitung „Holsteinischer Courier“ zu diesem Thema dokumentiert. (siehe Ende des Artikels)

Fortsetzung des Artikels
Wir möchten alle darauf hinweisen, dass zur Zeit (17.3.) mehrere selbsternannte „Autonome Nationalisten“ in Einfeld regelrecht patroullieren (z.T. mit Autos). Ebenso sollte sich jedeR weiterhin über den Selbstschutz nachhaltig und vorbeugend Gedanken machen!

Die Seiferts sind in Neumünster keine Unbekannten. Bereits im Jahre 2002 machten sie mit ihrer „Kameradschaft Nordmänner“ auf sich aufmerksam, die für einige Flugblätter und Angriffe auf alternative Jugendliche verantwortlich sind. Vor allem bei den Angriffen war Sven Seifert beteiligt.
Durch eine Öffentlichkeitskampange verschwanden die Nordmänner allerdings recht schnell wieder in der Bedeutungslosigkeit.
Zur Zeit wohnt nur noch Nico Seifert bei seinen Eltern, die allerdings laut „AG-Kiel“ richtig stolz auf die politischen Machenschaften ihres Sohnes sind und angeblich auch ein Outing-Flugblatt, dass über Nico Seifert aufklärt, in das Schaufenster der eigenen Heilpraxis gehängt haben.

Nico Seifert ist in den letzten Monaten vor allem durch seine Aktivitäten bei den selbsternannten „Autonomen Nationalisten“ der AG-Kiel aufgefallen. Die für mehrere Anschläge auf AntifaschistInnen und deren Projekte in Kiel und vermutlich auch in Neumünster verantwortlich sind.

Artikel des „Holsteinischen Couriers“ vom 18.3.09 :
Brand in Einfeld war ein Anschlag

Ein Anschlag in Einfeld beschäftigt zurzeit die Kripo. In der Nacht zu gestern wurde ein Brandsatz durch ein Fenster geschleudert.

Es war ein Brandanschlag. So viel ist sicher. In der Nacht zu gestern flog gegen 3.15 Uhr zuerst ein Stein durch das Wohnzimmerfenster einer Wohnung an der Einfelder Straße. Gleich darauf wurde eine brennende Substanz hinterher geschleudert. Schnell stand ein Teil des Bodenbelags in Flammen. Auch ein Schrank fing Feuer. Zum Glück war der Bewohner zu Hause und konnte, durch das Zerbersten der Scheibe aufgeschreckt, den Brand eindämmen und Hilfe rufen.

Die Berufsfeuerwehr war ebenfalls sehr rasch vor Ort, weil sie gerade von einem Einsatz aus dem nahe gelegenen Industriegebiet Einfeld kam (siehe nebenstehender Bericht). „Das Feuer war schnell gelöscht. Zum Glück gab es keine Verletzten“, erklärte der stellvertretende Chef der Berufsfeuerwehr, Rainer Scheele. So konnte der Rettungswagen, der vorsichtshalber zum Brandort geschickt worden war, wieder abfahren. Offenbar hatten sich die Bewohner zur Tatzeit in einem anderen Teil der zur Straße gelegenen Wohnung aufgehalten und blieben deshalb unversehrt.

Oberstaatsanwalt Uwe Wick, Pressesprecher der Kieler Staatsanwaltschaft, bestätigte auf Nachfrage, den Brandanschlag. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizei aus Kiel übernommen. Sie dauern zurzeit noch an. Zu den Hintergründen der Tat wollte Wick nichts sagen. Möglicherweise handelt es sich bei dem Anschlag um eine politisch motivierte Tat.

Von Dörte Moritzen“

Quelle: Holsteinischer Courier

Artikel des „Holsteinischen Couriers“ vom 25.3.09 :
Einfeld: Galt der Anschlag einem Neonazi?

Vor gut einer Woche warfen Unbekannte in Einfeld nachts einen Brandsatz durch ein Wohnzimmerfenster. In dem Haus soll ein Neonazi wohnen.

„Die Ermittlungen dauern an. Das Landeskriminalamt arbeitet mit Hochdruck. Es gibt noch keinen Tatverdächtigen und noch kein Motiv.“ So lautet seit einer Woche die Stellungnahme der Kieler Staatsanwaltschaft. Ansonsten hält sie sich bedeckt, wenn es um den Brandanschlag geht, der in der Nacht zum 17. März in Einfeld verübt wurde. Gegen 3.15 Uhr war plötzlich ein Brandsatz ins Wohnzimmer einer Erdgeschosswohnung an der Einfelder Straße geworfen worden und hatte Teile der Einrichtung in Brand gesetzt. Ein Bewohner wachte rechtzeitig auf, konnte die Flammen eindämmen und die Feuerwehr rufen (der Courier berichtete).

In Neumünster sowie in diversen Internet-Veröffentlichungen mehren sich seit einigen Tagen die Hinweise, dass der Brandanschlag einem rechtsradikalen Neumünsteraner gegolten habe. Ein Bewohner des besagten Hauses soll kein Unbekannter in der lokalen Neonazi-Szene sein. Der Mann soll spätestens seit 2002 als Rechtsextremer in Neumünster aufgefallen sein. Unter anderem wird er auf Internetseiten und in so genannten Blogs der links orientierten „Antifa“ als Mitbegründer der „Kameradschaft Nordmänner“ genannt. Später soll er Mitglied der „Aktionsgruppe Kiel“ geworden sein, die einst von dem Ex-NPD-Landesvorsitzenden Peter Borchert gegründet wurde.

Der Einfelder scheint sich auch weiterhin im Dunstkreis Borcherts aufzuhalten. So verfolgte er zeitweilig mit mehreren Neonazis aus Neumünster und Kiel im Februar den Prozess gegen den Ex-NPD-Chef. Der musste sich vor dem Kieler Landgericht wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten, weil er ein Mitglied der Kieler Hells Angels niedergestochen haben soll.

Doch wer warf den Brandsatz in Einfeld? Zwar wird im Internet auf Seiten der linken Szene über die Tat gesprochen, doch gleichzeitig wollen die Autoren kurz nach der Tat so genannte „Autonome Nationalisten“, eine Art schwarzen Block von „Rechtsautonomen“, im Stadtteil gesehen haben. Sie würden dort zeitweilig „regelrecht patrouillieren“, heißt es.

Von Dörte Moritzen“

Quelle: Holsteinischer Courier

Artikel des „Holsteinischen Couriers“ vom 1.4.09:
Linke Gruppen distanzieren sich

Nach dem Brandanschlag in der Nacht zum 17. März auf die Wohnung eines mutmaßlichen Neonazis an der Einfelder Straße (der Courier berichtete), haben sich mehrere Gruppen aus der linken Szene in einer gemeinsamen Presseerklärung von einem derartigen Vorgehen distanziert. „Wir lehnen Brandanschläge auf Wohnhäuser ab. Sie gefährden das Leben von Hausbewohnern und sind nicht kontrollierbar“, erklärte Sabine Martins vom „Avanti Projekt undogmatische Linke“ aus Kiel. Nach dem Feuer hatte das Landeskriminalamt einen politischen Hintergrund nicht ausgeschlossen.

Von Dörte Moritzen“

Stencil-Graffiti

Nazis haben um den 14. März rum im Innenstadtbereich und in Faldera mit Schablonen mehrere Graffities gesprayt. Zu sehen ist ein Kampfjet, sowie der Spruch „ISRAEL HEISST VÖLKERMORD!“.
Zumeist wurden dabei Stromkästen in folgenden Straßen verwendet:
Lütjenstr., Hinter der Bahn, Färberstr., Hansaring, Wasbekerstr., Maisenweg, Ehndorferstr.,

Die Antifa Neumünster bittet darum, sollten weitere Orte mit Tags bekannt sein, diese dann unter folgender mail-adresse zu melden: antifa_nms[at]live.de

\"Israel heisst Völkermord\"

„Hol den Vorschlaghammer…“

So oder so ähnlich wird sich die Junge Union Neumünster gedacht haben, als sie mal wieder ihre Vereinsräume betraten, um die nächste diffamierende Pressemitteilung zu schreiben.

Einen linken Anschlag auf die Junge Union vermeldete der „Holsteinische Courier“ in seiner Ausgabe vom 3.3.09. Unbekannte hätten die Fassade der JU mit “linksradikalen“ Parolen bemalt.
Leider ist der JU dabei der kleine Fehler unterlaufen, die auf dem Foto des „Anschlages“ auf ihrer Homepage zu erkennende, in der „linken Szene“ tatsächlich recht beliebten, Parole „Kapitalismus tötet“ als „Tötet die Kapitalisten“ in ihrer Presseerklärung wiederzugeben und es so auch vom Holsteinischen Courier übernommen wurde. Bei dem nicht ganz unwesentlichen Unterschied zwischen beiden Parolen den LeserInnen letztere als „linksradikales“ Gedankengut zu verkaufen, dürfte wohl Absicht gewesen sein.
Für etwas Verwunderung unserseits sorgte auch der Umstand, das laut Presseerklärung der JU sich die Sachbeschädigung vom 19. auf den 20 Januar ereignet hatte. Ob der laut Selbstdarstellung „größte und aktivste politische Jugendverband in Neumünster“ nun rund sechs Wochen braucht um eine Pressemitteilung zu formulieren oder die JU in den letzten sechs Wochen ihr Büro nicht mehr betreten hatte oder ob der JU hier ein, diesmal vielleicht unbeabsichtigter Fehler unterlaufen ist, entzieht sich unserer Kenntnis.
Wir freuen uns aber auf jeden Fall über das Lob der JU, dass es in „Neumünster einen starken linksradikale Szene gibt“ (Fehler im Original, aus PE der JU), auch wenn wir uns leider nicht ganz sicher sind, ob die JU hier nicht (abermals) ein wenig übertrieben hat.
Aber was nicht ist kann ja noch werden.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es der JU Neumünster anscheinden ganz recht kam, dass ihre Fassade etwas verschönert wurde, um ihre politische Leitlinie und die Hetze gegen jegliche sich als linksradikal definierende Personen fortzuführen. Da ist es auch nicht sehr verwunderlich, dass die Presseerklärung fast nur aus dem Wort „linksradikal“ besteht. Der Artikel liest sich zumindest viel mehr als ein Propagandablatt ala Altermedia und NPD, als die PE einer „demokratischen Organistation“, die sie einleitend vorzugeben versucht.

In diesem Sinne, für eine starke linksradikale Bewegung und die baldige politische Bedeutungslosigkeit der Jungen Union.

„Die sollen nachts noch die Trümmer mit Parolen beschmieren“


Pressemitteilung der JU Neumünster