„Hol den Vorschlaghammer…“

So oder so ähnlich wird sich die Junge Union Neumünster gedacht haben, als sie mal wieder ihre Vereinsräume betraten, um die nächste diffamierende Pressemitteilung zu schreiben.

Einen linken Anschlag auf die Junge Union vermeldete der „Holsteinische Courier“ in seiner Ausgabe vom 3.3.09. Unbekannte hätten die Fassade der JU mit “linksradikalen“ Parolen bemalt.
Leider ist der JU dabei der kleine Fehler unterlaufen, die auf dem Foto des „Anschlages“ auf ihrer Homepage zu erkennende, in der „linken Szene“ tatsächlich recht beliebten, Parole „Kapitalismus tötet“ als „Tötet die Kapitalisten“ in ihrer Presseerklärung wiederzugeben und es so auch vom Holsteinischen Courier übernommen wurde. Bei dem nicht ganz unwesentlichen Unterschied zwischen beiden Parolen den LeserInnen letztere als „linksradikales“ Gedankengut zu verkaufen, dürfte wohl Absicht gewesen sein.
Für etwas Verwunderung unserseits sorgte auch der Umstand, das laut Presseerklärung der JU sich die Sachbeschädigung vom 19. auf den 20 Januar ereignet hatte. Ob der laut Selbstdarstellung „größte und aktivste politische Jugendverband in Neumünster“ nun rund sechs Wochen braucht um eine Pressemitteilung zu formulieren oder die JU in den letzten sechs Wochen ihr Büro nicht mehr betreten hatte oder ob der JU hier ein, diesmal vielleicht unbeabsichtigter Fehler unterlaufen ist, entzieht sich unserer Kenntnis.
Wir freuen uns aber auf jeden Fall über das Lob der JU, dass es in „Neumünster einen starken linksradikale Szene gibt“ (Fehler im Original, aus PE der JU), auch wenn wir uns leider nicht ganz sicher sind, ob die JU hier nicht (abermals) ein wenig übertrieben hat.
Aber was nicht ist kann ja noch werden.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es der JU Neumünster anscheinden ganz recht kam, dass ihre Fassade etwas verschönert wurde, um ihre politische Leitlinie und die Hetze gegen jegliche sich als linksradikal definierende Personen fortzuführen. Da ist es auch nicht sehr verwunderlich, dass die Presseerklärung fast nur aus dem Wort „linksradikal“ besteht. Der Artikel liest sich zumindest viel mehr als ein Propagandablatt ala Altermedia und NPD, als die PE einer „demokratischen Organistation“, die sie einleitend vorzugeben versucht.

In diesem Sinne, für eine starke linksradikale Bewegung und die baldige politische Bedeutungslosigkeit der Jungen Union.

„Die sollen nachts noch die Trümmer mit Parolen beschmieren“


Pressemitteilung der JU Neumünster