Archiv für Juni 2009

Neonazi in Rocker-Bandenkrieg verwickelt

Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen Hells Angels und Bandidos ist deshalb interessant, weil der ehemals in Neumünster ansässige Neonazi Peter Borchert darin verwickelt ist. Borchert war NPD-Landesvorsitzender und hat nach seiner Haftstrafe wegen Waffenhandels maßgeblich zur Radikalisierung der Neonazi-Szene im Norden beigetragen. Er war es z.B., der die „AG Kiel“ aufbaute.

Nachfolgend dokumentieren wir zwei Artikel vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag.

1.) Auszug aus dem Artikel „Rüsten Rocker zum Bandenkrieg?“ vom 20. Juni:

„Der Auftritt der Bandidos im Norden begann unspektakulär. Im Internet wurde auf der Seite der Rocker Chicanos erklärt, man habe ein Chapter (eine Untergruppe) „Chicanos MC Neumünster“ gegründet. Die Chicanos aber stehen Seite an Seite mit den Bandidos.
Dann traten die Bandidos auch öffentlich in der Stadt auf. Allen voran Meick K. (47), ein ehemaliges Hells Angels-Mitglied, das bei seinem alten Club in Ungnade gefallen sein soll. Der hünenhafte Mann hat offenbar die Fronten gewechselt und scheint den Bandidos beim Aufbau ihrer Strukturen zu helfen. Außerdem zeigt er sich auffallend häufig mit dem ehemaligen NDP-Landesvorsitzenden Peter Borchert in der Öffentlichkeit. Borchert war angeklagt, zwei Hells-Angels-Mitglieder niedergestochen zu haben, wurde aber freigesprochen.
Die Hells Angels reagierten umgehend auf die Auftritte der Rivalen. Am 1. Mai fuhren hundert Hells Angels durch Neumünster, trafen sich in der Stadtmitte zum Kaffeetrinken.“

2.) Artikel „Prozess wegen Beleidigung – Neonazi mit Messer im Gericht“ vom 23. Juni:

„Peter Borchert musste sich wegen Beleidigung verantworten – und war bewaffnet

Neumünster– Ganz so harmlos, wie sich der ehemalige NPD-Landesvorsitzende Peter Borchert gestern vor dem Amtsrichter in Neumünster präsentierte, scheint er nicht zu sein: Wenige Minuten, nachdem der mehrfach vorbestrafte Kieler eine Geldstrafe wegen Beleidigung kassiert hatte, nahm ihm ein Polizist im Gerichtssaal ein nach dem Waffengesetz verbotenes Messer ab.
Der Ermittler in Zivil war als Beobachter in anderer Mission im Saal. Denn der angeklagte Neonazi scheint in das aktuelle Machtgerangel rivalisierender Rockerbanden involviert zu sein. Der 35-Jährige, der sich mit Mitgliedern der Kieler Hells Angels überworfen haben soll, sucht zurzeit offenbar den Schulterschluss zu den Chicanos. Die wiederum kooperieren mit den Erzfeinden der Höllen-Engel, den Bandidos.
Zwar blieb gestern rund um den Prozess alles ruhig, doch der Polizist bewies ein wachsames Auge: Das silberne Messer, das sich recht klein zusammenklappen lässt, rutschte während der Verhandlung eine Idee zu weit aus der Hosentasche von Borcherts Jeans.
Mit der Stichwaffe in greifbarer Nähe schilderte der Angeklagte noch ausführlich, warum er am 23. Oktober 2008 als Untersuchungshäftling in der Justizvollzugsanstalt Neumünster einen Beamten des Landeskriminalamtes beleidigte. Laut Anklage überwachte der Ermittler einen Besuch von Borcherts Verlobter und einer Freundin. Dabei kam es zu Unstimmigkeiten, die Borchert mit der Bemerkung „Sie dummes Arschloch“ quittiert habe. Sowohl Borcherts Anwalt als auch die beiden Freundinnen stellten den Neonazi gestern als Opfer dar. Demnach habe der Beamte provoziert. Immer wieder wies Borchert außerdem wortreich auf „die verschärften Haftbedingungen“ hin, die ihm zu schaffen gemacht hätten, und bemängelte die Version des LKA-Beamten. Um ein Urteil wegen Beleidigung kam er dennoch nicht herum: 30 Tagessätze à zehn Euro muss der Neonazi jetzt zahlen. „Das ist ein Ergebnis, das ich in ähnlichen Fällen bei anderen Arbeitslosen auch auswerfe“, begründete der Richter. Damit blieb er unter der Forderung der Staatsanwältin, die 50 Tagessätze gefordert hatte.
Als der Polizist dem bekannten Rechtsradikalen einen Moment später völlig überraschend das Messer abnahm, war es auch mit der Schlagfertigkeit vorbei. Erst stammelte Borchert noch einige Begründungen, dann quittierte er dem Beamten die Übergabe der Waffe. Das Pikante: Als Borchert vor einem Dreivierteljahr in eine blutige Auseinandersetzung mit Mitgliedern der Hells Angels vor dem Kieler Amtsgericht verstrickt war, hatte er plötzlich auch ein Messer in der Hand.“

250 bei Antifa-Demo in Einfeld

Nachfolgend dokumentieren wir einen Artikel von Indymedia:

„250 BEI ANTIFA-DEMO IN NMS-EINFELD

Neumünster- 250 Menschen haben sich heute an der antifaschistischen Demonstration unter dem Motto „Schluss mit der Gewalt der faschistischen AG Neumünster und aller anderen Nazibanden!“ beteiligt.
Aufgerufen hatten die Antifaschistische Aktion und das Bündnis gegen Rechts Neumünster. Dem Aufruf waren neben vielen Antifas und erboßten BürgerInnen auch AktivistInnen von ver.di, dem DGB, der SPD (sogar der Kreisvorsitzende Andreas Hering zeigte Flagge), der Linken, der DKP, etc. gefolgt. Ganz vorne zeigten eine Reihe engagierter EinfelderInnen Gesicht und machten deutlich, was sie von dem Neonazi-Terror halten.
Grund für die Demo war die Eskalation des Nazi-Terrors in den vergangenen Wochen. Gerade der in Einfeld wohnende Nico S. stach dabei durch sein aggressives Verhalten hervor.
Bei einem Angriff auf eine kleine Gruppe TierrechtlerInnen haben zehn Autonome Nationalisten auf zwei am Boden liegende Personen eingetreten, die deshalb im Krankenhaus behandelt werden mussten.
Bei einem Bündnismitglied und AJZ-Vorstandsmitglied wurden mehrfach die Autoreifen zerstochen, am letzten Wochenende haben die Neonazis nun mit einem Pflasterstein eine Scheibe seines Hauses eingeworfen, auch eine benachbarte Familie wurde Opfer. Zum Zeitpunkt des Überfalls befand sich u. a. ein Kleinkind in der Wohnung. Ein Hausbewohner hat sich an den Scherben verletzt und musste noch nachts ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Am Tag darauf wurde das erwähnte Bündnismitglied mit seinem Auto am helllichten Tag auf offener Straße von den Neonazis von der Straße gedrängt und angegriffen, Nico S. schlug mit einem Teleskopschlagstock die Seitenscheibe seines Autos ein, für den Übergriff wurde das Auto der Familie benutzt.

Weniger erfreulich war das Verhalten der Polizei, die die Demonstration konsequent schikanierte. Der Demozug wurde noch vor dem Start aufgehalten, weil angeblich Transparente zu hoch gehalten wurden.
Mehrmals wurden Personalien aufgenommen, weshalb der Demozug abermals anhalten musste.
Trotz der massiven Polizeipräsenz waren auch die Neonazis am heutigen Tag wieder in Einfeld unterwegs. Während der Demo hatten sie sich, beschützt von drei Polizeiketten, auf dem Gelände der Familie S. verschanzt. Anwesend waren ca. 10 Mitglieder der Aktionsgruppen Neumünster und Kiel. Als die Demo in Sichtweite vorbeizog, provozierten sie durch gehässige Parolen. Danach patrouillierten sie mit zwei Kieler Autos (KI-MJ-333 und KI-CG-20), bepöbelten abreisende Antifas und versuchten Photos zu machen.

Resümierend muss mensch trotz allem sagen, dass diese Demo die erste in Einfeld seit Jahrzehnten war. Das Ziel, die Öffentlichkeit aufzuklären über den zunehmenden Nazi-Terror, konnte erreicht werden. Es haben sich durchaus auch EinfelderInnen beteiligt und klar Stellung bezogen gegen die braunen Umtriebe ihres Nachbarn Nico S. und seiner KameradInnen. Nun heißt es antifaschistische Strukturen zu stärken und die Zusammenarbeit mit den BürgerInnen Einfelds weiterzuführen. Wir lassen uns von der Nazi-Gewalt nicht einschüchtern und treten den Faschisten entgegen- in der Schule, in den Betrieben, auf der Straße…

SPENDEN FÜR DIE OPFER DER NAZI-GEWALT!
Betroffen sind einige, gemeint sind alle.
Aktion Jugendzentrum e.V.
Kontonr.: 379379
BLZ.: 230 510 30
Sparkasse Südholstein
Verwendungszweck: Nazigewalt“

Quelle: http://de.indymedia.org/2009/06/253231.shtml

Brandanschlag auf T-Stube in RD

Letzte Nacht gab es einen Brandanschlag auf das alternative Kuturzentrum „T-Stube“ in Rendsburg.
Der Schaden hält sich zwar in Grenzen, doch ist sie zur Zeit nicht nutzbar.

Dies ist nur ein weiterer Punkt der Gewaltspirale von den selbsternannten Witzfiguren aus dem Spektrum „Autonomer Nationalisten“, wie sie sich in der „AG Kiel“ und „AG Neumünster“ tummeln.
Nichts desto trotz werden wir uns (davon schon gar nicht) von den FaschistInnen einschüchtern lassen.
Aus diesem Grund wird es heute Abend um 19 Uhr eine Spontandemonstration in Rendsburg geben – Treffpunkt ist der Theaterplatz. Erscheint zahlreich und sagt es weiter!!

FIGHT BACK!

Demo 13.6. Neumünster-Einfeld

Auf Grund der aktuellen Geschenisse wird es am kommenden Samstag, den 13.6.09 um 11:30 Uhr eine Demonstration in Neumünster-EINFELD geben.
Treffpunkt ist der Einfeder Bahnhof. Die Demonstration läuft unter dem Motto „Schluß mit der Nazigewalt!“ und bezieht sich auf die jüngsten Angriffe der „Aktionsgruppe Neumünster“ um Nico Seifert.

Folgend der Aufruf zur Demonstration und hier als PDF-Datei
Schluss mit der Nazigewalt!

Antifaschistische Demonstration am 13.06.2009
Um 11.30Uhr Bahnhof Einfeld/Neumünster

Schluss mit der Gewalt der faschistischen “Ag Neumünster” und aller anderen Nazibanden!

Seit Anfang diesen Jahres wurden mehrere Neumünsteraner BürgerInnen Opfer neonazistischer Gewalttaten. Mehrmals gab es Anschläge auf Wohnhäuser, Fahrzeuge und Menschen. Diese Anschläge bewegen sich zwischen
Sachbeschädigungen ( zerstochenden Autoreifen, eingeworfenen Fensterscheiben etc.), Körperverletzung und
Brandanschlägen. So brannte kürzlich ein PKW vor einem alternativen Wohnprojekt gänzlich aus, hierbei wurde
festgestellt, dass es sich eindeutig um Brandstiftung gehandelt hat.
Hinter den Taten stecken vermutlich organisierte Neonazis der sogenannten “Aktionsgruppe (AG) Neumünster”, die sich am “Vorbild” der für ihre Gewalttaten bekannten “AG Kiel” orientieren.
Die letzten und bisher brutalsten Vorfälle der Reihe faschistischer Gewalttaten in NMS begannen mit einem Überfall auf eine kleine Gruppe TierrechtlerInnen, die am späten Nachmittag des 16. Mai vor dem Zirkus Renz Flugblätter verteilten. Sie wurden von 10 Nazis überfallen, 2 Personen wurden dabei auf dem Boden liegend von den Nazis geschlagen und getreten, und erst durch das mutige und entschlossene Eingreifen eines Passanten beendeten die Nazis ihren Überfall und flohen. Die beiden Verletzten mussten im Krankenhaus behandelt werden.
In der Nacht vom 6. auf den 7. Juni wurde eine Fensterscheibe eines Mehrfamilienhauses, in dem auch ein Bündnismitglied und AJZ Vorstandsmitglied wohnt, mit einem Pflasterstein eingeschmissen. Opfer wurde auch eine benachbarte Familie, die im selben Haus lebt. Zum Zeitpunkt des Überfalls befand sich u.a. ein Kleinkind in der Wohnung. Ein Hausbewohner verletzte sich an den Scherben und musste nachts noch ambulant im Krankenhaus behandelt werden, Folgeschäden können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausgeschlossen werden.
Am 7. Juni wurde der Pressesprecher des Bündnis gegen Rechts in seinem Auto von Nico S. und einer weiteren Person
ausgebremst und von der Spur gedrängt .Schließlich wurde mit Hilfe eines Teleskopschlagstocks , noch während der Fahrt eine Scheibe am Fahrzeug des Bündnismitgliedes zerschlagen. Der Täter Nico S. nutzte dazu das Auto seiner eigenen Familie, die in der Einfelderstraße ein Massagestudio betreibt. Es ist offensichtlich, dass sie Nicos
Gedankengut nicht nur dulden, sondern es auch teilen.
Der in Neumünster-Einfeld wohnende Nico S. ist einer der aktivsten Personen der AG Neumünster. Nico S. war bzw. ist auch aktiv in der „AG Kiel“ an der sich wie erwähnt die AG Neumünster orientiert. Nicht nur am 7.6. benennen Augenzeugen und Geschädigte Nico S. als einen der Täter, sondern auch bei anderen Überfällen der Vergangenheit soll dieser aktiv beteiligt gewesen sein. Es laufen zur Zeit mehrere Ermittlungsverfahren. Des Weiteren beteiligt an der “AG Neumünster”, ist der seit 2008 in Neumünster wohnende Alexander H. . H. stammt ursprünglich aus Neustadt, ist seit Jahren aktiver Nazi, auch seiner Zeit im Umfeld der terroristischen und verbotenen Combat 18, und musste sich bereits für einen Anschlag auf das Neustädter Denkmal der Cap Arcona, sowie für Gewalttaten vor Gericht verantworten.


Gewalt als Prinzip und Mittel zum Zweck

Die Gewalttaten, wie sie zur Zeit in Neumünster und unter anderem auch in Kiel stattfinden, sind kein Zufall oder Resultat der Taten einiger Durchgeknallter. Damit verfolgen die Nazis das Ziel, gezielten Terror gegen politische GegnerInnen ihrer menschenverachtenden Weltanschauung zu verbreiten und versuchen, durch Sachschäden und Verletzungen diese einzuschüchtern. Die vergangenen Angriffe zeigen, dass die Gewalt durch Nazis immer mehr zunimmt und das alle Menschen davon betroffen sind.Wenn Nazis sich oftmals in der Öffentlichkeit “friedlich” geben, ändert dies nichts an ihren gewalttätigen Zielen, die die angebliche “Ungleichheit” von Menschen zum Prinzip macht und die Ermordung von Menschen, die sie als „lebensunwert“ deklarieren, zum Ziel hat.
Gerade die Nazis der Aktionsgruppen lassen zunehmend ihre Maske fallen.Wie schon die Nazis im Mai 1945, rief
die„AG Kiel“ jüngst ihre Mitglieder und andere Kieler Nazis dazu auf, als “Wehrwolfeinheiten zu agieren”. Deutlicher kann man das Bekenntnis zum historischen Nationalsozialismus kaum formulieren.
Wir lassen uns von den Gewalttaten der „AG Neumünster“ weder einschüchtern noch von antifaschistischer Arbeit abhalten. Vielmehr belegen die Vorfälle die Notwendigkeit: Geschwiegen wurde von offizieller Seite lange genug in dieser Stadt und das Naziproblem gestaltet sich zunehmend vielschichtig. Denn ob Nazis nachts Fensterscheiben einschmeißen oder versuchen über Fußballspiele (oder Dart in der Titanic) Akzeptanz in der Gesellschaft zu finden, so beflügelt sie doch immer das selbe rechtsextremistische Gedankengut. An dieser Stelle sei einmal kurz an das Wahlversprechen des künftigen Oberbürgermeisters Dr. Olaf Tauras zu mehr Engagement gegen Rechtsextremismus erinnert und gleichzeitig festgestellt, die Kommunalpolitik in Neumünster soll die Realität zur Kenntnis nehmen und die
heißt:
Neumünster hat ein Naziproblem!
Dies belegen neben den Angriffen auch die Wahlergebnisse der rechtsextremen Parteien, die in Neumünster regelmäßig und permanent über dem Landesdurchschnitt von Schleswig-Holstein liegen.Die Kommunalpolitik muss daher alle Möglichkeiten überprüfen und ausschöpfen, die Nazi-Treffpunkte in Neumünster zu schließen und muss sich klar positionieren, zu Protesten mit aufrufen und der Nazigewalt in Neumünster ein Ende setzen. Auch, wenn sie eine antifaschistische Bewegung aus der Bevölkerung nicht ersetzen können, die notwendig ist, den Nazis hier und anderenorts Einhalt zu gebieten.

Antifaschistische Aktion Neumünster
Bündnis gegen Rechts

Weitere Information über die Naziaktivitäten in und um Neumünster findet ihr unter anderem auf folgenden Seiten:
www.antifanms.blogsport.de
www.verein-tolzi.de
www.shnazi.wordpress.com

NMS: Scheinbesetzung von Polizei geräumt

Nachfolgend dokumentieren wir einen Artikel des Holsteinischen Couriers vom 15. Mai:

„Haubesetzer waren nicht da
Polizei durchsuchte leerstehendes Gebäude am Schleusberg und rollte Plakate ein
Neumünster/mor

– „Besetzt!“ „Die Häuser denen, die darin wohnen!“ Diese Schriftzügen auf Laken geschrieben, wehten gestern morgen plötzlich aus den Fenstern des seit Jahren leer stehenden Hauses am Schleusberg, Ecke Pahls Gang. Gegen 9 Uhr gingen die ersten Anrufe von irritierten Nachbarn bei der Polizei ein. Eine Streifenwagenbesatzung stellte wenig später fest: Das Haus ist trotz der anders lautenden Ankündigungen leer – auf Klopfen und Rufen rührte sich nichts. Zwischenzeitlich war bereits der Besitzer des verfallenen Gebäudes, in dem einst eine kleine Änderungs-Schneiderei zu Hause war, benachrichtigt worden.

Der Eigentümer, der nicht in Neumünster wohnt, traf gegen Mittag vor Ort ein und öffnete mit einem Schlüssel das Haus. Schnell war klar: Die vermeintlichen Hausbesetzer waren nachts durch ein rückwärtiges Fenster gewaltsam eingestiegen und hatten ihre Botschaften dann aus dem ersten Stockwerk gehängt. Unter anderem solidarisieren sie sich in einer Mitteilung mit Hausbesetzern in Erfurt. Die Polizei durchsuchte das Gebäude am Schleusberg, fand aber außer altem Unrat und einer Matratze nichts. Die Plakate und weiteres Beweismaterial wurden sichergestellt. Der Eigentümer stellte einen Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs und sicherte Eingänge und Fenster vor ungebetenen Gästen.“