Archiv für Oktober 2010

29.10.: Lesung mit Kay Sokolowsky aus seinem Buch „Feindbild Moslem“

Einladung des Verein für Toleranz und Zivilcourage zu einer Lesung mit Kay Sokolowsky aus seinem Buch „Feindbild Moslem“ mit anschließender Diskussion am Freitag, den 29. Oktober 2010, um 19 Uhr im Saal des DGB-Haus 24534 Neumünster, Carlstraße 7. Der Eintritt ist frei.

Spätestens seit der türken- und araberfeindlichen Polemik von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin und der Zustimmung fast 51 Prozent der Deutschen zu üblen Sprüchen wie „…produzieren ständig neue Kopftuchmädchen“ sollte klar sein, dass Vorurteile gegen MigrantInnen aus dem islamischen Kulturkreis in dieser Gesellschaft bereits gefährlich weit verbreitet sind. Wie mit ihnen Angst geschürt wird, die zu nichts anderem führen 
kann – und auch soll! – als zum Hass, wer sie schürt und warum: Das hat Kay Solokowsky untersucht und es beispielhaft, äußerst klug und auch sehr bissig aufgeschrieben.

Moderation: Dieter Hanisch, Journalist
Nach der Lesung stehen folgende GesprächspartnerInnen zur Verfügung:
Kay Sokolowsky – Buchautor und Journalist
Luise Amtsberg – MdL Bündnis 90/Die Grünen
Canan Basol – Muslima und Bloggerin
N. N. – Türkische Gemeinde (eingeladen)

Der Veranstalter behält sich vor, von seinem Hausrecht nach § 6 des Versammlungsgesetzes Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur jeweiligen Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

UPDATE 09.10.: antifa-Demo in Neumünster

Zur aktuellen Situation siehe hier.

Weitere wichtige Facts für morgen:
EA-Nummer: 0174-8420175
Ticker: http://twitter.com/nms_nazifrei

Anti- Club 88- Proteste durch laufende Repression stark gefährdet!

NEWS+++NEWS+++NEWS

In den vergangenen Jahren konnte ein stetiges Wachsen von Repressionen gegen die Geburtstagsfeiern des Club 88 beobachtet werden. Es kam zu Durchsuchungen der Clubräume und der Besucher_innen, die Personalien der „Partygesellschaft“ wurden festgestellt und deren Fahrzeuge teilweise durchsucht. Insgesamt fühlte sich das Ordnungsamt, auch durch die stetigen antifaschistischen Proteste, die diese Thematik jedes Jahr öffentlich machten, gezwungen, diesem (offiziell nicht vorhandenen) Naziproblem der Stadt entgegenzutreten.

In diesem Jahr sind bisher noch keine geplanten Aktivitäten der Faschist_innen bekannt, sodass das Ordnungsamt sich nun anscheinend gezwungen sieht, auch die antifaschistischen Aktivitäten durch noch extremere Auflagen als in den Vorjahren einzuschränken.
Musste schon bei vorigen Protesten gegen Verbote von geplanten Demonstrationsrouten und Seitentransparenten gekämpft werden, hat sich das Ordnungsamt für dieses Jahr ein besonderes Schmankerl einfallen lassen. Es werden nämlich schon im Vorfeld Kopien der Personalausweise von den geforderten 14 Ordner_innen verlangt, um „ein sicheres Durchführen der Demonstration“ gewährleisten zu können! Andernfalls erwägt die Stadt schon im Vorfeld ein Verbot der Demo.
Dieses Vorgehen muss als klares Zeichen dafür gesehen werden, dass die Stadt einmal mehr versucht, ihr Naziproblem aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verbannen. Würde sie die Nichterfüllung der Auflagen tatsächlich zum Anlass nehmen, die Proteste zu verbieten, hätte sie ihrer Ansicht nach wohl ein weiteres unliebsames „Problem“ beseitigt und könnte zum Tagesgeschäft übergehen.

Es hängt also von der Entschlossenheit ab, uns die Proteste nicht verbieten zu lassen!
Selbst wenn die Faschist_innen am Samstag nicht ihren alljährlichen Club- 88- Geburtstag feiern werden, besteht dieser Laden auch weiterhin. Das allein sollte Anlass genug bieten, zahlreich zu kommen, um gemeinsam gegen die neofaschistischen Strukturen in Neumünster, aber auch gegen die Repressionen der Stadtverwaltung und der Polizei auf die Straße zu gehen!

Also, trotz allem: Treffen ist am Samstag, 09.10.10 um 18 Uhr am Hauptbahnhof Neumünster.

„Nazistrukturen angreifen- brauner Ideologie bunt entgegen!“