Archiv für November 2010

25.11.10: „Die Welle“ im JVN-Kino

In Kooperation mit dem AK gegen Rechts zeigt der JVN Neumünster den Film „Die Welle“, der auf dem gleichnamigen Roman von Morton Rhue basiert, allerdings in ein deutsches setting gesetzt wurde.
Infos zum Film hier und hier. Zum Einstieg ins Thema gibt es an dem Abend auch einen „Referentenvortrag“, so der JVN. Stattfinden wird das ganze auf der Kulturbühne des JVN in der Boostedter Str.3 am 25.11.2010 ab 18.00 Uhr (Einlass) bzw. 18.30 Uhr (Vortrag und Film). Kosten wird der Spaß 1,99 €.

19.11.2010: Konzert mit Esther Bejarano und der Microphone Mafia in Kiel

Fr, 19.11.2010 | 19 Uhr; St. Nikolaikirche, Alter Markt:

„Per la Vita –Für das Leben“
Konzert mit Esther Bejarano, Edna und Joram Bejarano und der Microphone Mafia

Esther Bejarano, 85, ist eine der letzten lebenden Angehörigen des Mädchenorchesters im Vernichtungslager Auschwitz. Ihre musikalischen Fähigkeiten halfen ihr, Lager und Todesmarsch
zu überleben. Seitdem ist es ihr Anliegen, besonders junge Menschen über Nazi-Terror und Rechtsextremismus aufzuklären. Sie singt Lieder aus dem Ghetto, jüdische und antifaschistische Lieder; darin bündeln sich 80 Jahre Erfahrungen jüdischer Geschichte, die immer wieder von Ausgrenzung und Verfolgung geprägt war.
Auch die Texte der Microphone Mafia – Rapper Kutlu Yurtseven, Rosario Pennino und Önder Bordekai, mit türkischem und italienischem Hintergrund – handeln häufig von Fremdheit, Isolation und Ausgrenzung. Sie haben die Musik von Esther Bejarano aufgegriffen und gesampelt; gemeinsam mit Esther und ihren Kindern Edna und Joram ist so ein künstlerisches Projekt entstanden, bei dem es um einen Zusammenprall der Kulturen im besten Sinne geht.

Eintritt 10 €
Veranstalterinnen:
Die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Kiel, das Frauenwerk Altholstein und der Verbund Kieler Frauenprojekte

Quelle: http://www.kiel.de/Aemter_01_bis_20/08/08_Infoseiten/08_Nachrichten/Faltblatt_November_2010.pdf

24.11.10, Pumpe(KI): Buchvorstellung „Jiyanekê din – ein anderes Leben. Zwei Jahre bei der kurdischen Frauenarmee“

„Jiyanekê din – ein anderes Leben. Zwei Jahre bei der kurdischen Frauenarmee“ (Buchvorstellung & Diskussion)

Mehr als zwei Jahre – von 1995 bis 1997 – war Anja Flach als Internationalistin in den Bergen Kurdistans und hat dort das Leben der Guerillaeinheiten der kurdischen Befreiungsbewegung kennen gelernt und geteilt. Mitten in einem Krieg gegen die zweitgrößte Armee der NATO wird sie Augenzeugin und Teilnehmerin des noch immer andauernden Versuchs, ein anderes Leben aufzubauen – ein Leben, das für die unter Jahrhunderten Krieg, Unterdrückung und Verleugnung leidenden KurdInnen ebenso eine menschenwürdige Perspektive bietet wie für die zerstörten Beziehungen zwischen Männern und Frauen und für die einzelnen ProtagonistInnen dieses Kampfes. Die Tagebuchaufzeichnungen dieser Zeit hat sie zu einem Buch verarbeitet, das zugleich den Alltag und die politische Entwicklung der kurdischen Befreiungsbewegung Mitte der 1990er Jahre beschreibt und die subjektiven Erfahrungen, Erkenntnisse und Schwierigkeiten dokumentiert, die der Weg von den europäischen Metropolen in die Strukturen einer kämpfenden Befreiungsbewegung bereithält.

Am Mittwoch den 24. November 2010 wird Anja Flach ihr Buch in Kiel vorstellen.

Beginn: 19.30 Uhr, Ort: Die Pumpe e.V. (Haßstr. 22)

Eine Veranstaltung der Kurdistan-Solidarität Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Kurdischen-Gesellschaft e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein

18.11.10: Gerecht geht GANZ anders- Demo in Kiel

Im Folgenden nur Auszüge aus dem Aufruf, mehr Infos hier:

“ Demonstration am 18.11.: Gerecht geht GANZ anders!

Am 18. November ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) erneut zu einer Demonstration gegen die unsoziale Kürzungspolitik von Bund und Land unter dem Motto „Gerecht geht Anders!“ auf.

An diesem Tag wollen wir – unzufriedene Arbeitnehmer_innen, Azubis, Leiharbeiter_innen, Arbeitslose, Schwarzarbeiter_innen, Geduldete, Illegalisierte, Studierende, Genervte, Schüler_innen, Träumer_innen – uns im Stadtteil Gaarden treffen und zusammen von dort auf die Demo gehen. Wir werden gemeinsam unseren Widerstand gegen die Politik ausdrücken, die uns alle tagtäglich unterdrückt, piesackt und für wertlos erklärt. Ob im Jobcenter, in Schule oder Uni, im Supermarkt oder auf der offenen Straße – immerzu werden wir in ein System gepresst, in dem es nur darum geht zu funktionieren, verwertbar zu sein, es zu bleiben oder zu werden.

Wir wollen mehr – gerecht geht ganz anders: Es geht um ein gutes Leben für alle, wir wollen uns nicht mit Almosen zufrieden geben wir lassen uns nicht länger verarschen!

[…]

Die Gewerkschaften sichern den Frieden im Sozialstaat

Der DGB ist seit jeher ein Hort des sozialen Friedens. In Zeiten, in denen für die Rettung der beschissenen Verhältnisse der Wirtschaftsordnung unzählige Menschen in ihrer Existenz bedroht werden, fordert der DGB im aktuellen Aufruf zur Demo gerade mal systemgetreu ein verbessertes „Steuerniveau … wie zu Zeiten von Bundeskanzler Helmut Kohl“ und „gerechtere“ Löhne. Doch als gesellschaftliches Schwesterschiff der SPD machen wir den DGB mitverantwortlich für all das, was wir die letzten Jahre abbekommen – HartzIV, Leiharbeit, stagnierende oder sinkende Reallöhne, Streichung von Geldern im sozialen und kulturellen Bereich oder Kriegseinsätze.
In seinem Grundsatzprogramm schreibt der DGB, dass Gewerkschaften dazu da sind „die Interessen der Menschen, die im Arbeitsleben stehen, die eine Ausbildung und Arbeit anstreben, arbeitslos oder im Ruhestand sind“ zu vertreten und „ihre Ziele und Forderungen …, notfalls mit dem Mittel des Streiks, durchsetzen.“ Doch fällt dem DGB, in der jetzigen Situation, in der die Krise durch tiefe Einschnitte im sog. Sozialsystem und weitere soziale Konsequenzen abertausende Menschen an den Abgrund ihrer sozialen und wirtschaftlichen Existenz drängt, nichts besseres ein als zu AlibiDemonstrationen aufzurufen und Trillerpfeifen zu verteilen! Damit belässt es der DGB bei Appellen und Demonstrationen, die nach dem immer gleichen Schema, so groß sie teils auch sein mögen, ablaufen. Und? Nichts bewegen.

[…]

Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen, dürfen wir nicht bei Appellen und Trillerpfeifen-Demonstrationen stehen bleiben. Wir werden uns, trotz vehementer Kritik am DGB, am 18.11. an der Demo zum Landeshaus beteiligen – wir erwarten viele Menschen auf der Demo, von denen wir uns nicht abgrenzen wollen, im Gegenteil – alle, die nicht mehr bereit sind, sich mit Wurstbrot und Trillerpfeife abspeisen zu lassen, laden wir unter dem Motto „Gerecht geht ganz anders“ in einen eigenen Block ein.“

Di, 09.11.: Stadtführung zu den Stolpersteinen

„Seit 2005 sind in der Stadt ‚Stolpersteine‘ verlegt. Sie sind Neumünsteranern gewidmet, die zu Opfern des Naziterrors wurden. In zeitlichem Zusammenhang mit dem Gedenken an die ‚Reichspogromnacht‘ vom 9. November 1938 soll am Dienstag, 9. November, bei einer zweistündigen Stadtführung entlang der Stolpersteine an diese Menschen erinnert werden. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor der Touristinformation auf dem Großflecken. Die Führung ist kostenlos.“ (Quelle: Courier)