Archiv für November 2016

[NMS] Nazis eine Plattform geben? Offener Brief an den Holsteinischen Courier

Folgenden Leserbrief haben wir der Redaktion des Holsteinischen Couriers, die unlängst einen Leserbrief des NPD-Nazis Mark Proch abdruckte, vor mehr als einer Woche zugeschickt. Die Zeitung hat bis heute nicht darauf geantwortet oder in irgendeiner Form erkennen lassen, dass sie ihre Position zur Frage, ob Nazis eine Plattform gegeben werden sollte, diskutieren oder gar überdenken möchte.

Wer sich ebenfalls an den Courier wenden möchte, um zu dieser Frage Stellung zu beziehen, kann gerne eine Email an redaktion@shz.de oder redaktion.neumuenster@shz.de schicken.

Liebe Redaktion des Holsteinischen Couriers,
Andreas Speit warnte schon 2014 in seinem Artikel „Klimaveränderung“ in der Zeitschrift der rechte rand vor dem folgenden „diskursiven Effekt“: Die steigende Popularität von Rechtspopulist*innen und extrem rechten Parteien in Europa treibe auch die bürgerlichen Parteien vor sich her, sie würden aus Angst, Parteien wie die NPD oder vor allem die AfD könnten ihnen das Wasser abgraben, einige ihrer Positionen in das eigene Programm aufnehmen oder unmittelbar in Beschlüsse einfließen zu lassen (als Beispiel nennt Speit die von SPD und CDU/CSU eingebrachte Gesetzesänderung zur Einwanderung aus Bulgarien und Rumänien, vgl. http://www.der-rechte-rand.de/wp-content/uploads/drr_149.pdf) In Neumünster scheint aber auch die Lokalpresse in Form Ihrer Zeitung diesem diskursiven Effekt zu unterliegen: Am Donnerstag, den 10.11.2016, veröffentlichten Sie einen Leserbrief des NPD-Nazis Mark Michael Proch.
Weiterlesen

[NMS] Fr, 25.11.2016: #krachgegengewalt vom Autonomen Frauenhaus


Setzt am 25.11.16 ein lautstarkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen! Start 18:00 Uhr am Rathausvorplatz, organisiert vom Autonomen Frauenhaus Neumünster, musikalisch begleitet von der Samba-Truppe Feijoada. Make noise against sexism!

[RD] Von einem CDU-Politiker, der eine Reichskriegsfahne im Garten hatte

Wir dokumentieren einen Artikel der Antifa Rendsburg/Büdelsdorf von indymedia:

„Der Büdelsdorfer CDU-Politiker und Stadtvertreter Hans-Jürgen Bsdenga hat in seinem Garten in der Haffstraße 4 in Büdelsdorf gut sichtbar für die Öffentlichkeit eine Reichskriegsflagge gehisst. Auf der schwarz-weiß-roten Fahne sind in der linken oberen Ecke zudem die Deutschlandfarben abgebildet, darüber hinaus ist auch das Eisernes Kreuz auf der Flagge zu sehen. Diese Variante der Fahne stellt die Kriegsflagge des Deutschen Reiches von 1922 bis 1933 dar, also vor der Nazizeit – also alles harmlos? Die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung informiert über u.a. eben diese Fahne: „Die Reichskriegsflagge ist weiterhin Symbol nationalsozialistischer Anschauungen und/oder von Ausländerfeindlichkeiten. Ihre Verwendung in der Öffentlichkeit stellt eine nachhaltige Beeinträchtigung der Voraussetzungen für ein geordnetes staatsbürgerliches Zusammenleben und damit eine Gefahr für die öffentliche Ordnung dar.“ Dies erscheint vor dem Hintergrund, das Bsdenga stellvertretendes Mitglied der CDU im Büdesldorfer Ausschuss für Ordnung, Senioren und Soziales ist, umso brisanter.“ Alles lesen

[KI] Unterstützt die Antira-Petition „Keine Abschiebungen in den Krieg – Schutz für Geflüchtete aus Afghanistan!“

Bundesweit sollen Abschiebungen nach Afghanistan forciert werden. In ein Land, in dem Krieg herrscht. Ein Krieg, an dem die Bundesrepublik selbst beteiligt ist. Unterschreibt und verbreitet folgende Petition, um das Ende dieser Abschiebungen in den Krieg zu bewirken. No border, no nation – stop deportation!

[NMS] Widerstand gegen die Euthanasie – Recherchen in Neumünster

Wir dokumentieren einen Artikel des Freien Radios:
„Im Nationalsozialismus wurden behinderte oder psychisch auffällige Menschen systematisch ermordet. Auch vor Kindern machten die Nazis keinen Halt. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden nur wenige Verantwortliche für diese Verbrechen belangt. Nichts ist jedoch vergessen.

Zu dem Thema hat der Publizist Andreas Babel ausführlich recherchiert. Die Ergebnisse sind in seinem Buch “Kindermord im Krankenhaus: Warum Mediziner während des Nationalsozialismus in Rothenburgsort behinderte Kinder töteten” veröffentlicht worden. Rothenburgsort war ein Kinderkrankenhaus in Hamburg. Einige der Spuren führen auch nach Neumünster. Andreas Babel konnte im Oktober 2016 in Neumünster im Klaus-Groth-Gymnasium und der Volkshochschule einen Vortrag dazu halten. Ingo Schumann war dabei.“

Quelle: https://freiesradio-nms.de/?p=127