#NMS0402: AfD-Kundgebung abgeschirmt


Etwa 70 Antifas aus dem bürgerlichen und größtenteils aus dem autonomen Spektrum haben sich am 04. Februar 2017 in Neumünster versammelt, um den AfD-Vorwahlkampfauftakt von der Öffentlichkeit abzuschirmen. Die „genialen“ Strateg*innen der Partei, die in Schleswig-Holstein abwechselnd durch interne Querellen und extrem rechte Tabubrüche von sich Reden macht, hatten ihren Auftritt vor die Holstenhallen gelegt, wo allerdings absolut kein Publikumsverkehr zu verzeichnen war – auch der CDU-Landesparteitag, zu dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Besuch war, fand im rückwärtigen Teil des Hallenkomplexes und somit außer Sicht- und Hörweite der AfD-Kundgebung statt.

Auch von der viel befahrenen Rendsburger Straße, die die Stadt u.a. mit der Autobahnauffahrt Neumünster-Nord verbindet, war von der AfD kaum etwas zu sehen, weil sich dort die Antifaschist*innen mit „Nationalismus ist keine Alternative“-Transparenten versammelt hatten. Trillerpfeifen, Sprechchöre wie „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“, „Nationalismus raus aus den Köpfen“ und „Ganz Neumünster hasst die AfD“ übertönten größtenteils die rassistischen Reden, so dass eigentlich nur die etwa 60 versammelten AfD-Anhänger*innen, die fleißig ihre Deutschland-Fahnen schwenkten, deren Propaganda auf die Ohren bekamen. Zum Artikel, in dem es auch um den übetriebenen Polizeieinsatz und Reichsbürger Manfred Riemke geht, der die AfD-Kundgebung besuchte: https://linksunten.indymedia.org/de/node/203090

Die AfD ist keine Alternative – nicht hier, nirgends, niemals!