Archiv für April 2017

[NMS] Werbung für AfD durch rechten Verein? Kann weg.


Bereits im letzten Jahr machte in anderen Bundesländern der „Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“, der u.a. mit großen Plakatwänden und millionenschweren Kampagnen die AfD in ihren Wahlkämpfen unterstützte, von sich Reden. Domaininhaber dieser Briefkastenfirma war damals kein anderer als Michael Paulwitz, seinerzeit Beisitzer im baden-württembergischen Landesverband der rechten Partei Republikaner, Schriftleiter der Burschenschaftlichen Blätter und journalistisch u.a. für die Junge Freiheit aktiv. Inzwischen hat David Bendels, ehemaliger Rechtsaußen der CSU, diese Funktion inne.

In Schleswig-Holstein, wo letzten Umfragen zufolge die AfD bei nur noch 5% der Wähler*innenstimmen liegt, kommt solche Wahlkampfhilfe wie gerufen. Hier hängen seit einigen Tagen in den größeren Städten Plakate mit rassistischen Slogans wie „Mehr Sicherheit für unsere Frauen und Töchter“, die sexuelle Übergriffe instrumentalisieren und mit ausländerfeindlichen Ressentiments verknüpfen: „Nach der sexuellen Gewalt in Köln lief eine Kampagne an, die die Opfer vor allem als ‚deutsche’ Frauen ansprach und die Täter als desintegrierte junge Männer rassifizierte. Statt Gewalt gegen Frauen allgemein zu sanktionieren, wurden hier unter dem Leitwort ‚deutsche Frauen zu beschützen‘ rassistische Stereotypen verbreitet. Hinzu kommt, dass Frauen als Schutzobjekte wieder in die Ecke des ’schwachen Geschlechts‘ gerückt werden“, analysiert die GEW diese und ähnliche Argumentationsmuster.

Jede Werbung für eine nationalistische, rassistische, sexistische, homophobe und sozialchauvinistische Partei wie die AfD kann weg, diese hier erst recht! Nationalismus ist keine Alternative!

[NMS] Fr, 21.4.: Keinen Raum der AfD – 18:00 Stadthalle


Am Freitag, den 21.04., will es die AfD mal wieder wissen: Auf den Internetseiten der nationalistischen, rassistischen, sexistischen, homophoben und sozialchauvinistischen Partei wird zu 19 Uhr zu einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadthalle in Neumünster (Kleinflecken 1) geladen. Ob sie nun darauf bauen, dass der Besucher Guido Reil, ein „Kumpel aus dem Pott“, aus der gleichen Region kommt wie der neue SPD-Heilsbringer Martin Schulz, oder aber sich damit mal wieder als AnwältInnen des „kleinen Mannes“ verkaufen wollen – die AfD ist und bleibt keine soziale Partei, und schon gar keine Alternative. Reil hetzte gegen Sinti und Roma in Gelsenkirchen („durch Zuzug von Zigeunern sind ganze Stadtteile gekippt“) und wurde dafür aus der AWO
ausgeschlossen, auf seiner fb-Seite bleiben rassistische Kommentare wie „bitte nicht vergessen, dass ein großer Teil der Türken in Deutschland dumm wie Bohnenstroh ist“ ungelöscht.

Wir sagen daher: Kein Platz für extrem rechte Hetze in NMS! KEINEN RAUM DER AFD! Kommt um 18 Uhr zur Stadthalle und sorgt dafür, dass der Wahlkampf der AfD auch weiterhin nicht ungestört stattfinden kann.

Wer sich danach aufwärmen und stärken will, kann gerne zum AJZ Café kommen, dessen Anfangszeiten sich diesmal wegen der Proteste gegen die AfD etwas nach hinten verschieben: Ab 20:30 Uhr gibt es veganes Essen und warmen Kaffee/Tee, ab 22 Uhr ein Crust-Konzert mit Diarrhea Disco.

+++ Update: Gemeinsame Anreise aus Kiel:
Treffen 17 Uhr HBF / Abfahrt 17.21 Uhr

[HL] 19.04.17: Solidarisch gegen den Hass – Keine Stimme der AfD


#AfD-Veranstaltung in #Lübeck zum Desaster machen! 19.04.2017, 18:00, Mediadocks
Achtet auf weitere Ankündigungen der Genoss*innen aus Lübeck unter https://twitter.com/AntifaLuebeck und luebeck.systemausfall.org

[NMS] Fr, 21.4.: Vegane EfA mit Diarrhea Disco-Konzi

Schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf Diarrhea Disco, die uns am Freitag mit einem Wohnzimmer-Konzi im Rahmen des AJZ Cafés beehren. Wie immer ab 18 Uhr Mitkochen, ab 20 Uhr veganes Essen, ab 21 Uhr Kultur!

[NMS] Pimp my Wahlplakat – Adbusting gegen die AfD


Wer kennt das Problem nicht: Abends noch Lust, aktiv zu werden gegen Naziumtriebe in der Hood, aber der autonome Supermarkt ist schon geschlossen. Zum Glück hängt ja derzeit reichlich Bastelmaterial auf den Straßen, wie z.B. diese AfD-Wahlplakate im Haart. Nach kleinen Korrekturen, die die Ziele und Inhalte der Partei richtigstellen, können die Plakate auch fix wieder an ihren Platz. So verspricht nun z.B. Adolf Schaffer von den Alten Naiven für Deutschland: „Wut zwischen den Meeren: Angst statt Freiheit und Gerechtigkeit“.

Keine Ruhe für RassistInnen – den rechten Wahlkampf sabotieren!