Archiv der Kategorie 'Allgemein'

[NMS] Fr, 19.05.17: AJZ Café zum G20


Im AJZ Café heißt es heute „Grenzenlose Solidarität statt G20″:

Im Juli kommt der G20-Gipfel nach HH, aber es wird nicht nur das Gipfeltreffen von Merkel, Trump, Erdogan, Putin und all ihren meist nicht minder rassistischen und autoritären FreundInnen werden. Es wird auch unser Gipfel, ein Gipfel der Bewegungen und der Aktionen – das wahrscheinlich größte Protest-Event in Deutschland seit Jahrzehnten. Was ist geplant? Was ist die „rote Zone“ und wie kommen wir da hin? Welche Demos und Aktionen gibt es? …

Ab 18 Uhr Mitkochen
Ab 20 Uhr veganes Essen gegen Spende
Ab 20.30 Uhr Vortrag, Eintritt frei!

[SH] „Behaltet euren Mist“ – Aktion der „dorfantifa“ gegen das Aukruger Tivoli

Aukrug legt nach. Offenbar gab es unter dem Motto „Behaltet euren Mist“ eine Aktion der „dorfantifa“ gegen das Tivoli, in dem schon mehrfach Veranstaltungen der AfD stattfanden. Wir dokumentieren einen Artikel von indymedia linksunten.
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#aukrug: behaltet euren mist! aktion gegen afd-treff tivoli

aukrug wurde in den letzten wochen und monaten von rassisten wie petry und gauland heimgesucht. das dorf hat deutlich gemacht, dass es mehrheitlich nix von der menschenfeindlichen argumentation der blaubraunen hält. die wahlparty zur landtagswahl hat auch nur hier stattgefunden, weil woanders mal wieder kein raum zu finden war (aus gründen!).
sven lohse stellte das von ihm gepachtete tivoli bereitwillig zu verfügung. aber auch in aukrug wollte keiner die langweiligen reden hören, gerade mal dreißig gäste kamen zur party. von storch heulte mal wieder rum, auch das sei die schuld der antifa, was für viel heiterkeit im netz sorgte – die gegendemo der antifa fand nämlich mit 250 leuten in kiel statt, also gut 45km entfernt. dieses detail war von storch wohl entgangen. nach der müden wahlparty veröffentlichte die afd einen spendenaufruf für den isolventen lohse, der arm im arm mit von sayn-wittgenstein in die kamera lächelt. wir hoffen, dass lohse seinen laden bald dicht macht und aukrug weitere belästigungen durch rassisten aus ganz deutschland erspart bleiben. bis es so weit ist, werden wir ihm und seinen afd-freunden den abschied so unangenehm wie möglich machen. die afd-wahlwerbung, die in aukruger briefkästen lag, haben wir schon mal durch den maishächsler gejagt und uns am tag der befreiung vom faschismus mit mistforken in der hand zum tivoli begeben: behaltet euren blaubraunen mist! schulter an schulter gegen den faschismus statt arm in arm mit der afd! antifa heißt landarbeit!


Den Artikel findet ihr unter https://linksunten.indymedia.org/de/node/212013

[NMS] Fr, 05.05.17: Poetry Slam mit Zara Zerbe und Konstantin Kalaschnikoch im AJZ Café

Die LKR wird wohl ab morgens auf dem Großflecken versuchen, mit Hilfe ihres Wahlkampfmobils doch noch aus der politischen Bedeutungslosigkeit herauszukommen. Ab 18 Uhr gibt es am selben Ort dann eine Kundgebung der rassistischen Kleinstpartei, auf der auch der schon erwähnte „stramme Rechtsaußen“ Hans-Olaf Henkel auftreten wird – wohl nicht ganze ohne Gegenproteste.

Wer sich das antut, braucht danach was mit Niveau. Wir hätten da etwas Passendes: Poetry Slam mit Zara Zerbe und Konstantin Kalaschnikoch im AJZ Café! Ab 18 Uhr Mitkochen, ab 20 Uhr vegane EfA (Essen für Alle), ab 20.30 Uhr Kultur, diesmal Poetry Slam, u.a. mit Zara Zerbe und Konstantin Kalaschnikoch.

„Deutschland, was hat dich nur so ruiniert? Es ist die Kälte, die brennt. Es ist längst Nacht im Abendland!“ In ihrem „Brandstifter-Blues“ und anderen Stücken bringt Zara, die dieses Jahr u.a. beim Women*s March in Kiel auftrat, aktuelle gesellschaftliche Widersprüche auf den Punkt. Mehr zu Zara unter https://seepferdchenundpommes.wordpress.com/

Mit dabei ist auch der Kieler Poetry-Slammer Konstantin Kalaschnikoch, der nach eigenen Angaben solange umherirrt, bis er seine „immere Stimme“ gefunden hat, „um ihr anständig Schellen zu verpassen“. Er ist Mitglied der Unterschleif Mediagroup (UMG) und der Lesebühne FederKiel. Mehr Infos unter: http://kalaschnikoch.wordpress.com/

[NMS] Countdown zur #ltwsh? Kann kommen.


Während die AfD weiter um den Einzug in den Landtag bangen muss (letzten Umfragen zufolge krebst sie bei 5% herum), warten wir weiterhin mit Vorfreude auf ihren groß angekündigten „Countdown“. Zum von der Partei als „Wundermittel“ angepriesenen Wahlwerbespot kommentierte der shz: „Nummer vier marschiert im Wald und sehnt sich nach mehr Sicherheit und Ordnung, während im unscharfen Bildhintergrund eine nebulöse blonde Frau umherschleicht. Ist das Absicht oder Panne? Muss sie oder muss er sich fürchten?“ und „Gut 4600 Aufrufe sind für eine Protestpartei keine große Hausnummer.“ Die letzten Auftritte in Aukrug floppten erneut, das Dorf bleibt standhaft und macht Gauland und Co. immer wieder klar, dass sie mit ihren rassistischen Positionen nicht willkommen sind. Auch in Kiel machte die AfD am Wochenende ihrem Slogan „Klar zur Wende!“ alle Ehre und musste umdrehen, bevor sie mit ihrer Kundgebung im Stadtteil Gaarden überhaupt beginnen konnte. Am 15.04. schrieb die Partei, sie erreiche immer mehr Anfragen, „warum von uns keine Plakate an den Straßen zu sehen sind“. Wir hätten da einen Verdacht ;-)

In diesem Kontext rufen wir weiterhin dazu auf: Haltet eure Umwelt sauber!

[SH] And Aukrug did it again: Über 200 Antifaschist_innen gegen Besuch des AfD-Rechtsaußen Alexander Gauland


Wir dokumentieren einen Artikel der Autonomen Antifa Koordination Kiel:

AfD so: Scheiße die Wahl steht vor der Tür und unsere Umfragewerte sinken immer weiter, laden wir lieber mal n bisschen Politprominenz ein und machen ordentlich Welle. In den Städten kriegen wir keine Räume mehr, also gehen wir wieder aufs Land nach Aukrug. Da gibts nen Gasthof mit dem wir cool sind, mieses Essen und vergilbte Möbel hin oder her.

Antifa so: Wenn hier irgendwer Welle macht, dann sind das immer noch wir und wenn wir irgendwem die Tour vermasseln wollen, dann der AfD. Das sehen ne Menge Leute aus Aukrug auch so, die haben nämlich gar keinen Bock auf die braune Soße in ihrer Hood.

Donnerstagabend in Aukrug so: Über 200 Antifaschist_innen aus Aukrug und umliegenden Städten stellen sich gegen den Besuch des Bundestagswahl-Spitzenkandidaten der AfD Alexander Gauland im lokalen Gasthof Tivoli. Bereits kurz nach 18 Uhr konnten über 100 Antifaschist_innen dem AfD-Rechtsaußen mit Mittelfingern, Parolen und Beschimpfungen einen gebührenden Empfang bereiten. In der nächsten Stunde verdoppelte sich die Zahl der AfD-Gegner_innen, sodass auch die 30-35 Besucher_innen der Rassisten-Veranstaltung von diesem “Walk of Shame” begleitet werden konnten. Nachdem die besorgten Chauvinisten es dann endlich in sicheres Terrain geschafft haben, wurden vom parteieigenen Ordnungsdienst, bestehend aus einem 90er Jahre Nazi-Duo, erstmal die Namen auf der Registrierungsliste gegengeprüft, um dann den freundlichen Willkommens-Handshake folgen zu lassen.

Wie schon die letzten Male, glänzten die Cops mit einem überzogenen Aufgebot. Mit rund 100 Einsatzkräften, weiträumigen Absperrungen und persönlicher Eskorte für einzelne AfDler_innen, setzte die Staatsmacht mal wieder alles daran den reibungslosen Ablauf der rechten Wahlkampfshow zu garantieren. Dabei stand aber auch der Selbstschutz an erster Stelle. So forderte ein erboster Einsatzleiter einige Antifas auf, sofort die Sirenengeräusche übers Megaphon einzustellen, da er seiner Einheit diesen Lärm nicht zumuten könne. Der von den Antifas favorisierte Vorschlag, die Cops lieber mit Gehörtschutz-Mickey-Mäusen auszustatten, stieß hingegen auf bemerkenswert wenig Begeisterung.

Das Ende vom Lied so: Nach zwei Stunden löste sich die Kundgebung allmählich auf, Bewohner_innen aus Aukrug und Antifas zeigten dem Tivoli nochmal gemeinsam den Mittelfinger und clappten dann gegenseitig ab.

Weitere Eindrücke aus Aukrug:
Bilder-Galerie
Video-Beitrag des SH-Magazin
Artikel der KN und des shz