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[NMS] 13.06.2017: Keine Ruhe für Nazis – Schmeißt Proch aus der Ratsversammlung!


Am 13.06.2017 findet die nächste Sitzung der Neumünsteraner Ratsversammlung statt, mit dabei auch der NPD-Ratsherr Mark Michael Proch. Vor Kurzem deckten antifaschistische Recherchen auf, dass Proch offensichtlich eng mit dem seit dem Jahr 2000 in Deutschland verbotenenen Neonazi-Netzwerk „Blood & Honour“ zusammenarbeitet. Das Netzwerk organisiert weltweit extrem rechte Musikveranstaltungen und hat sich zum Ziel gesetzt, damit u.a. die nationalsozialistische Weltanschauung zu verbreiten. Gegen „Combat 18″, den bewaffneten Arm von „Blood & Honour“, gab es 2003 Razzien und Festnahmen – auch in Neumünster. Trotz Verbot war „Blood & Honour“ weiter in Deutschland aktiv und trat u.a. als Unterstützernetzwerk für den NSU auf, d.h. organisierte Wohnungen, Waffen, etc. für die Terrorzelle.

Als ein offenbar von „Blood & Honour“-Kreisen organisiertes Rechtsrock-Konzert mit der Band „Kategorie C“ am 13.05.2017 im Clubheim des Rockerclubs „Bandidos“ in Wahlstedt stattfand, fungierte der NPD-Ratsherr Proch als „Schleuser“, d.h. er wartete am so genannten Schleusungspunkt an der B206 auf Gäste des konspirativ organisierten Konzerts, um ihnen nach Kontrolle ihrer Tickets die Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort mitzuteilen.

Für uns steht fest: Es ist unvereinbar, dass Proch gleichzeitig im obersten demokratischen Gremium der Stadt Neumünster sitzt und gemeinsame Sache mit Rockergangs wie den „Bandidos“ und vor allem „Blood & Honour“ macht. Wir rufen daher auf: Kommt am 13.06. ab 16:30 Uhr vors Rathaus. Verleihen wir der Forderung Nachdruck, Proch seine demokratischen Ämter zu entziehen. Schmeißt ihn endlich raus aus der Ratsversammlung!

[NMS] Prochs Kameraden von „Blood & Honour“ als NSU-Unterstützernetzwerk


„Das Bundesinnenministerium hatte die Organisation ‚Blood and Honour‘ im Jahr 2000 verboten. Sie soll eines der wichtigsten Unterstützernetzwerke des rechtsterroristischen NSU gewesen sein. Aktivisten von ‚Blood and Honour‘ haben dem NSU-Trio Wohnungen zur Verfügung gestellt; einem ehemaligen Spitzenfunktionär wird vorgeworfen, mit der Beschaffung einer Waffe für den NSU beauftragt worden zu sein.“ (link) Einige Zeilen weiter heißt es in dem Artikel, der Deutschland-Chef von „Blood & Honour“ solle auch nach dem Verbot noch aktiv gewesen sein.

Dass Spuren des NSU nach Neumünster führen, zeigten Recherchen schon vor ein paar Jahren: Christiane Dolscheids Name stand auf der NSU-UnterstützerInnenliste (Screenshot), bekannt ist ebenfalls, dass Holger G. und einer der „Uwes“ am vom „Club 88″ organisierten „Whitelaw“-Konzert besuchten, das von der Polizei aufgelöst wurde. Dass es eine aktive Kooperation von Ratsherr Mark Michael Proch und noch bestehenden „Blood & Honour“-Strukturen gibt, wie das Konzert in Wahlstedt gezeigt hat, wird angesichts dieser neuen Erkenntnisse noch brisanter.

Derweil haben mehrere Medien die Informationen der Antifa aufgegriffen: Der shz und das Hamburger Abendblatt (hier und hier) berichteten über das Konzert und die Verstrickungen zwischen Nazis und Rockern, die Morgenpost sowie die taz nord berichten auch von der Anwesenheit von Mark Michael Proch.

[NMS] Ratsherr Hand in Hand mit verbotenem Neonazi-Netzwerk


Der Neumünsteraner Ratsherr Mark Michael Proch, der Vertreter im obersten demokratischen Gremium der Stadt an der Schwale ist, arbeitet offensichtlich eng mit dem seit dem Jahr 2000 in Deutschland verbotenenen Neonazi-Netzwerk „Blood & Honour“ zusammen. Das Netzwerk organisiert weltweit extrem rechte Musikveranstaltungen und hat sich zum Ziel gesetzt, damit u.a. die nationalsozialistische Weltanschauung zu verbreiten. Gegen „Combat 18″, den bewaffneten Arm von „Blood & Honour“, gab es 2003 Razzien und Festnahmen u.a. in Neumünster. Als ein offenbar von „Blood & Honour“-Kreisen organisiertes Rechtsrock-Konzert mit der Band „Kategorie C“ am vergangenen Wochenende im Clubheim des Rockerclubs „Bandidos“ in Wahlstedt stattfand, fungierte der NPD-Ratsherr als „Schleuser“, d.h. er wartete am so genannten Schleusungspunkt an der B206 auf Gäste des konspirativ organisierten Konzerts, um ihnen nach Kontrolle ihrer Tickets die Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort mitzuteilen.

Die Antifaschistische Aktion Neumünster und die Antifaschistische Koordination Lübeck fordern angesichts dieser skandalösen Zusammenarbeit: Proch müssen seine demokratischen Ämter entzogen werden! Zudem fragen wir, wie es sein kann, dass eine im Verfassungsschutzbericht geführte Neonaziband wie „Kategorie C“ in Schleswig-Holstein ungestört Konzerte abhalten kann, es in anderen Bundesländern aber möglich ist, diese Konzerte zu verbieten?

Alle Hintergründe hier: https://linksunten.indymedia.org/de/node/212950

[NMS] Countdown zur #ltwsh? Kann kommen.


Während die AfD weiter um den Einzug in den Landtag bangen muss (letzten Umfragen zufolge krebst sie bei 5% herum), warten wir weiterhin mit Vorfreude auf ihren groß angekündigten „Countdown“. Zum von der Partei als „Wundermittel“ angepriesenen Wahlwerbespot kommentierte der shz: „Nummer vier marschiert im Wald und sehnt sich nach mehr Sicherheit und Ordnung, während im unscharfen Bildhintergrund eine nebulöse blonde Frau umherschleicht. Ist das Absicht oder Panne? Muss sie oder muss er sich fürchten?“ und „Gut 4600 Aufrufe sind für eine Protestpartei keine große Hausnummer.“ Die letzten Auftritte in Aukrug floppten erneut, das Dorf bleibt standhaft und macht Gauland und Co. immer wieder klar, dass sie mit ihren rassistischen Positionen nicht willkommen sind. Auch in Kiel machte die AfD am Wochenende ihrem Slogan „Klar zur Wende!“ alle Ehre und musste umdrehen, bevor sie mit ihrer Kundgebung im Stadtteil Gaarden überhaupt beginnen konnte. Am 15.04. schrieb die Partei, sie erreiche immer mehr Anfragen, „warum von uns keine Plakate an den Straßen zu sehen sind“. Wir hätten da einen Verdacht ;-)

In diesem Kontext rufen wir weiterhin dazu auf: Haltet eure Umwelt sauber!

[NMS] AfD-Politiker Reil mit reichlich Gegenwind


Freundlich fiel der Empfang für den AfD-Antiziganisten aus dem Ruhrpott, dessen Besuch in der Stadt an der Schwale unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen stattfand, in Neumünster gestern nicht aus. Antifas begrüßten ihn vor der Stadthalle mit Sprechchören wie „AfD Rassistenpack – Wir haben euch zum Kotzen satt“. Unerfreulich für die extrem rechte Partei im Umfragetief auch, dass nur 40 ihrer AnhängerInnen sich im Saal einfanden, in dem sonst 500-800 Menschen Platz finden.

Mehr zu Schaffen machen dürfte Reil aber wohl gerade der Angriff auf sein Wohnhaus in Essen. Gestern Nacht wurden Anti-AfD-Parolen sowie der Schriftzug „Arbeiterverräter“ an die Hausfassade des Ex-SPDlers gesprüht sowie sein Auto tiefergelegt und entglast. „Sein Auto – ein Peugeot 206 CC – sei Schrott. Auf dem finanziellen Schaden wird Reil wohl sitzen bleiben: Er sagte der Zeitung, dass er für solche Schäden nicht versichert sei,“ so heißt es in einem Zeitungsbericht.

#keineruhefürdieafd #nikash