Juni: Während der Holstenköste greifen Nazis einen linken Skinhead an und verletzen ihn schwer, so dass er im Krankenhaus behandelt werden muss. Kurze Zeit später wird einer umherlaufenden Nazigruppe von anderen AntifaschistInnen ein körperlicher Platzverweis erteilt. Am späteren Abend feiern noch ungestört etliche Nazis im Exxtrabreit am Kleinflecken.
August: Der Athletik Klub Ultra e. V. in der Wrangelstraße 34 wird gegründet, in den Vorstand werden Tim Bartling (1. Vorsitzender), Frank Riekmann (2. Vorsitzender) und Knut Sogorski (Kassenwart, rechts im Bild) gewählt.
Weitere Gründungsmitglieder sind Peter Borchert, Marco Müller, Rene Walberg und Thomas Reiß.
September 2002: Zum sechsten Jubiläum des Club 88 findet ein Nazikonzert mit ca. 700 BesucherInnen in den Räumlichkeiten des Athletik Klub Ultra statt.
Polizei und Stadtverwaltung bemühen sich, das Geschehen herunterzuspielen, als das „Bündnis gegen Rechts“ das tatsächlich Geschehene veröffentlicht, wird es von den Verantwortlichen der Stadt öffentlich verbal angegriffen (vergl. Naziaktivitäten in Neumünster).
Ende 2002 beginnen in Einfeld Neonazis offen aufzutreten. Sie bedrohen alternative Jugendliche und schlagen einige brutal zusammen. Unter anderem bedrohen mehrere Nazis (unter ihnen auch Sven Seifert) einen Jugendlichen, die Nazis hetzen ihn durch Einfeld. Als der Jugendliche sein Haus erreicht, treten die Nazis die Tür ein und können erst durch Hilfe der Eltern des Jugendlichen aus dem Haus getrieben werden.
Nun wird in Einfeld die Kameradschaft Nordmänner von Sven, Gerry und Nico Seifert, Philip Hetz und Birger Clausen gegründet. (siehe Foto v. l. n. r. Phillip Hetz, Sven Seifert (verdeckt) und Nico Seifert).
Antifaschistischer Widerstand und eine groß angelegte Flugblattaktion führen dann aber dazu, dass die Nazis heute kaum noch öffentlich in Einfeld auftreten (Ausnahme ist der Vatertag 2004 gewesen), die Einfelder Nazis aber verstärkt überregional in Erscheinung treten.