5.-8. Januar: Im Rahmen des Landtagwahlkampfes für die anstehende Wahl am 20. Februar verteilt die NPD Flugblätter gegen Hartz 4 flächendeckend in Neumünster. Auch die Unterstützung aus Nürnberg kann nicht verhindern, dass die Flugblattaktion mehrfach gestört wird. Am 8. Januar verlassen die Verteiler fluchtartig das Verteilgebiet, als sie auf mehrere Linke treffen. Offenbar verließen auch größere Mengen Flugblätter die Briefkästen in Richtung Altpapiercontainer, bevor sie überhaupt gelesen werden konnten.
22. Januar: Im Rahmen einer landesweiten Kampagne gegen die NPD werden in Neumünster über 10.000 Flugblätter in die Haushalte gebracht, die über die NPD und ihre Mitglieder aufklären sollen.
Januar/Februar: Immer wieder werden im gesamten Stadtgebiet, vorwiegend aber an den Zufahrtsstraßen NPD-Wahlkampfplakate aufgehängt. Ein Großteil dieser Nazipropaganda hängt jedoch nicht einmal für einen Tag, einige nur für wenige Stunden.
Februar: Bei der Landtagswahl erreicht die NPD trotz Behinderung ihres Wahlkampfes durch AntifaschistInnen ihr landesweit bestes Ergebnis mit 3,1% (landesweit 1,9%). In den Wahlbezirken Faldera und Vicilinviertel wird die NPD mit 7% bzw. 6 % sogar drittstärkste Partei.
Mai: Nach mehreren Übergriffen während Veranstaltungen in der AJZ durch neonazistische Besucher der Gaststätte „Titanic“ verfasst die AJZ ein erstes Flugblatt, in dem über die Vorfälle und die Besucher der Titanic informiert wird.
Nach Übergriffen auf Migranten durch Besucher der Titanic öffnet die Titanic am nächsten Wochenende nur unter massivem Polizeischutz, der am ganzen Wochenende andauert.
13. August: Um im Stadtteil präventiv antirassistisch und antifaschistisch zu wirken, veranstaltet die AJZ ein Stadtteil- und Kinderfest mit antifaschistischem Anspruch. Provokationen von Nazis bei einem anschließenden Konzert am Abend werden entsprechend beantwortet, so dass sich die Nazis in den nächsten Monaten ruhig verhalten.
Am 28. Oktober wurde ein AJZ Besucher nachts in der Rendsburger Straße von ca. 15 Nazis angegriffen. Er erlitt Prellungen und Schürfwunden.
31. Oktober: Ein jugendlicher Nazi aus der Titanic zeigt im Imbiss „Dönerquelle“ den Hitlergruß und drohte verbal „… ihr Scheiß-Kanaken, wir kriegen euch!“
Am 22. Dezember sprühten Nazis in der Färberstrasse etliche Hakenkreuze und SS-Runen auf Verkehrsschilder und Häuserwände, darunter auch an die Fathi-Moschee.

Auch der aus Faldera stammende Nazi Marco Müller, wegen seiner „Führerfunktion“ gegenüber jüngeren Nazis bereits dem Jugendamt bekannt, ist im Jahre 2005 häufiger in der Titanic.