19. Januar: Bei einem restlos ausverkauften Konzert in der AJZ kommt es wieder zu Provokationen durch Nazis der Titanic. Mit Ledergürteln bewaffnet überqueren sie die Kreuzung und gehen auf BesucherInnen der AJZ los. Erst als rasch etwa 5-6 Streifenwagen der Polizei erscheinen, begeben sie sich wieder in die Titanic. Mit dabei sind u.a. wieder die Martens und Pascal Micheel.
März: Nachdem die Scheiben der Titanic in der Nacht auf den 7.3. eingeschmissen wurden. Geht am darauf folgenden Abend ein Nazi aus der Titanic, um mit Pflastersteinen zwei Scheiben der anliegenden Fatih-Moschee zu zerstören. Auf seinem Rückweg in die Titanic wird er von PolizistInnen festgenommen und gesteht die Tat.
Ein politischer Hintergrund wird jedoch ausgeschlossen(!).
Nach einer zweiten nächtlichen Attacke auf die Titanic wollen aus der Titanic kommende Nazis, darunter auch Pascal Micheel, in der folgenden Nacht, mit Baseballschlägern AntifaschistInnen angreifen. Sie verschwinden zurück in die Titanic, nachdem sie gemerkt haben, dass die Polizei verständigt wurde.
15. März: Horst Micheel dementiert im „Holsteinischen Courier“ die Nazivorwürfe: „Er habe weder etwas mit Rechts noch mit Links zu schaffen“.
1. Mai: Horst Micheel marschiert bei der großen Nazidemonstration in Hamburg mit, bei der es zu gewalttätigen Übergriffen auf Polizei uns JournalistInnen kommt. In einem ZDF Zapp Beitrag (http://de.youtube.com/watch?v=DsTNSLsa_T8) läuft er bei 6:24-6:30 gut sichtbar hinter Neonazikader Christian Worch her.
Seine Söhne Pascal und Björn Micheel befinden sich derweil bei der Veranstaltung des DGB Neumünster, um dort zu provozieren. Ein weiterer Neonazi (Thomas Rath) zeigt vor der DGB Bühne öffentlich den Hitlergruß, weswegen er am 2.9.08 am Amtsgericht Neumünster durch 2 offene Bewährungen und eine Reihe an Vorstrafen zu einer Geldstrafe von insgesamt 1000 Euro verurteilt wurde.
6. Juni: Die Club88 Konzessioninhaberin Christiane Dolscheid übernimmt den Ausschank in der Titanic, während Horst Micheel mit anderen Nazis die Holstenköste besucht.
Juni/Juli: Neonazis (Max S.) treten öffentlich im Neumünsteraner Internetforum „nmscom.de“ auf, in der sie auch ihre Anwesenheit in der Titanic deutlich machen. Ferner kommt es im ganzen Neumünsteraner Stadtgebiet (verstärkt in Faldera, Einfeld und der Böcklersiedlung) zu verklebten Neonaziaufklebern und –plakaten, welche zum Teil mit Rasierklingen versehen sind.
August: Während eines Spontankonzerts mit durchreisenden Bands in der AJZ wird die Innenstadt mit rund 500 Aufklebern rechtsextremer Parolen beklebt. Dafür verantwortlich sind u.a. Max S. und Phillip Wedemeyer. Durch Hinweise anreisender KonzertbesucherInnen konnte die Innenstadt noch in selbiger Nacht durch AntifaschistInnen von den Aufklebern gereinigt werden
6. September: Neonazis reißen die Werbung aus den Schaukästen der AJZ und bekleben das Gebäude mit diversen Naziaufklebern.
13. September: Gäste der Titanic versuchen immer wieder das Sommerfest des Bündnis gegen Rechts z.T. mit Gewalt zu stören. Dabei kommt es zu mehreren Platzverweisen der Nazis durch die Polizei, sowie eine Ingewahrsamname eines Neonazis am späten Abend.
27. September: An der Demonstration gegen den Club88-Geburtstag nehmen rund 800 Leute verschiedenster Spektren teil und feiern danach ausgiebig beim Klosterrock in der Innenstadt. Gegen 20 Uhr kommt es zu Auseinandersetzungen vor der Titanic, in welchem Verlauf die Nazis in die Titanic flüchten.
4. Oktober: Bei den Feierlichkeiten des 12. Club88-Geburtstages kommt es zu einem indirekten „Coming-Out“ der Titanic, die bisher alle Verbindungen zur Naziszene vehement leugnete, in dem Live-Musik des Club88 in die Titanic verlegt wird. Mehrere Autokonvois fahren vom Club direkt in die Friedrichstraße zur Titanic. Zeitweise sind über 80 Neonazis der überregionalen Naziszene anwesend. Als Liedermacher traten Martin Krause, sowie Marco Eggers in der Titanic auf. Marco Eggers ist der Sänger der bedeutendsten schleswig-holsteinischen Neonaziband „Words of Anger“. WOA sind seit 2005 vom Verfassungsschutz als rechtsextreme Band gelistet.
15. November: Bei einem AJZ Konzert kam es gegen Mitternacht vor der AJZ zu Provokationen und einem versuchten Übergriff von Nazis aus der Titanic. Durch das Eingreifen mehrerer AJZ-BesucherInnen konnte Schlimmeres verhindert und die Nazis zurückgedrängt werden. Anschließend versuchen Holsteinischer Courier und Polizei wieder einmal die Gäste der AJZ als Verantwortliche darzustellen.
25. Dezember: In der Nacht auf den 26. werden einem Vorstandsmitglied der AJZ die Reifen des Autos zerstochen, sowie der Wagen von Familienangehörigen beschädigt. In selbiger Nacht werden ebenfalls bei zwei weiteren in der Flüchtlings- sowie Stadtpolitik aktiven Menschen die Reifen der Autos zerstochen.
31. Dezember: Die Fassade von Wolfgang Tiemanns Wohnung (Titanicpächter) wird mit roten Farbbomben verschönert.