17. Januar: In Kiel und Neumünster wird ein Naziouting durchgeführt, welches die von Peter Borchert ins Leben gerufene „Aktionsgruppe Kiel“, welche für diverse Anschläge 2008 auf AntifaschistInnen und deren Projekte verantwortlich ist, aus der Anonymität reißt. Unter den geouteten Nazis fällt auch der Neumünsteraner Nico Seifert und der Bordesholmer Nils Holm.
Zwischen 1:00 und 2:00 wird in selbiger Nacht das Auto eines linksalternativen Menschen in Brand gesetzt. Der Innenraum brennt komplett aus; Totalschaden.
2.Februar: Der Internetblog der Nazis „AG Neumünster“ geht online.
7. Februar: In Einfeld tauchen mit Sprühschablonen gefertigte Nazigraffities, wie „NS Revolution“ etc., auf.
19.Februar: Nicho Seifert, Tim Bartiling und Frank Rieckmann nehmen am letzten Verhandlungstag des Prozesses gegen Peter Borchert im Kieler Amtsgericht teil. Peter Borchert wird aus Mangel an Zeugenaussagen freigesprochen und aus der Untersuchungshaft entlassen.
14.März: Im Stadteil Faldera und in der Innenstadt tauchen Schablonen-Graffities auf: „Israel heißt Völkermord“ (zusammen mit einem Kampfjet).
17. März: Das Haus von Nico Seifert wird nachts von Unbekannten attackiert.
2. April: Die „Aktionsgruppe Neumünster“ kündigt öffentlich im Internet an, ein alternatives Wohnprojekt in Neumünster bei ihrem Osterfeuer „besuchen“ zu wollen. Der geplante Angriff blieb allerdings – auch dank antifaschistischer Solidarität – aus.
19. April: In der Nacht werden zum wiederholten Male die Autoreifen von Famililenangehörigen eines AJZ-Vorstandsmitgliedes zerstochen.
3. Mai: Nachts werden 3 Scheiben der AJZ mit zerbrochenen Gehwegplatten eingeschmissen. Einige weitere haben ein paar Kratzer.
16. Mai: Rund 10 Nazis der „AG Kiel“ und „AG Neumünster“ überfallen vor der Holstenhallen eine kleine Gruppe TierrechtlerInnen und schlagen mindestens 2 Personen so stark zusammen, dass diese im Krankenhaus behandelt werden müssen. Erst durch das mutige Einschreiten eines Passanten lassen die Nazis von den Opfern ab. Unter den Angreifern war u.a. auch Daniel Zöllner und Nico Seifert.
Ende Mai: Die Plakate des AJZ werden in dem Schaukasten an dem Gebäude angezündet.
7. Juni: Gegen 3 Uhr nachts wird das Elternhaus eines AJZ-Vorstandsmitliedes und Pressesprecher des Bündnis gegen Rechts von der „AG Neumünster“ angegriffen. Dabei geht eine Scheibe in einer Wohnung im 1. Stock durch einen Pflasterstein zu Bruch. An den Scherben verletzte sich eine Person und musste noch nachts im Krankenhaus behandelt werden. Zu diesem Zeitpunkt befand sich u.a. auch ein Kleinkind in der Wohnung.
Gegen 13 Uhr des selben Tages greift Nico Seifert mit einer weiblichen Person in dem Auto seines Vaters (NMS-BS-90) den Pressesprecher des Bündnis gegen Rechts an. Nico Seifert bremst dabei das Fahrzeug des Antifaschisten aus und drängt es von der Spur, danach zerschlägt er während der Fahrt mit einem Teleskopschlagstock eine Scheibe an dessen Fahrzeug und flüchtet.
8. Juni: An diesem Abend steht über längere Zeit ein schwarzer Golf mit einem Nazi gegenüber des zuvor angegriffen Hauses. Das Auto flüchtet plötzlich, als einer der BewohnerInnen das Haus verlässt.
11. Juni: Ein Antifaschist wird auf der Blog-Seite der „AG Neumünster“ mit Namen, Bild, etc. geoutet. Neben etlichen Verleumdungen und übler Nachrede, beinhaltet das Schreiben auch Täterwissen, Bekennungen und Drohungen.
17. Juli Nachts wird ein alternativer Jugendlicher in der Nähe des Orange & Blue von 2 Nazis verfolgt und mit einem Messer bedroht. Von einem Sturz trägt er einige Schürfwunden davon.
An diesem Abend befindet sich mehrere Nazis im O&B, die zusammen mit dem Auto von der Club-Betreiberin Christiane Dolscheid gekommen sind.
5. September: Die NPD verteilt im Zuge ihres Wahlkampfes in der Innenstadt Flugblätter und schreit dumpfe Parolen über einen Lautsprecherwagen.
16. September: Nazis um Nico Seifert hängen vor allem in Neumünster Nord und Einfeld rund 50 NPD-Plakate auf. Diese werden jedoch noch in kürzester Zeit von AntifaschistInnen vernichtet.
26. September: In der Nacht werden die Reifen einer ehemaligen grünen Ratsherrin zerstochen. Ebenfalls werden Scheiben des Gewerkschaftsbusses zerschlagen. Zusätzlich hängen die Nazis dutzende NPD-Plakate in der Stadt auf.
Nachmittags findet anlässlich des 13. Club88-Geburtstages eine Demonstration durch die Innenstadt bis nach Gadeland statt.
29. September: Weitere Bilder eines Antifaschisten tauchen zusammen mit einer vermeindlichen Wohnanschrift auf einer überregionalen Naziseite auf.