6.1.: Eine Boostedter Gemeindevertreterin berichtet, dass sie in Sozialen Medien von Nazis bedroht wird.

9.1.: Eine kleine Gruppe Nazis um Enrico P. demonstriert geschützt von der Polizei in Boostedt.

17.1. und 07.02.: Mitglieder des NPD-Kreisverbands Segeberg-Neumünster beteiligen sich an den Wahlkampfveranstaltungen der Hamburger NPD. Daniel Nordhorn tritt jeweils als Redner auf.

22.1.: „SHEGIDA“, der Schleswig-Holsteinische Ableger von „PEGIGDA“, ist von Nazis unterwandert. Die Facebook-Gruppe wird u.a. von Mark Proch administriert.

27.1.: Neumünster gedenkt den Opfern des Holocaust.

27.1.: Ausgerechnet am Tag der Befreiung von Auschwitz kündigt der überzeugte Nationalsozialist und NPD-Ratsherr Mark Proch seine Kandidatur für die Wahl zum Bürgermeister an.

1.3.: Die NPD verteilt rassistische Flugblätter, in denen erneut Vorurteile gegen Geflüchtete aufgewärmt werden.

17.3.: Titanic-Betreiber Horst und Pascal Micheel sagen gegen die Nazirocker Peter Borchert, Alexander Hardt und Nils H. aus.

23.4.: Die Satire-Gruppe „Hooligans gegen Satzbau“ nimmt Mark Proch wegen seiner mangelnden Deutschkenntnisse aufs Korn.

23.4.: Der „Runde Tisch“ ruft dazu auf, bei der Wahl für die demokratischen Parteien und nicht für die NPD zu stimmen

9.6.: Im „Rockerprozess“ werden die Nazirocker Alexander Hardt und Nils H. verurteilt, der ehemalige NPD-Landesvorsitzende Peter Bochert wird hingegen freigesprochen

19.6.: Zwei 25jährige Nazis werden wegen der Bedrohung von jungen Flüchtlingen („Hier wird gleich jemand abgestochen!“) zu Geldstrafen verurteilt.

15.7.: Die Feuerwehr aus Neumünster berichtet, dass ihr Engagement für Geflüchtete dazu geführt hat, dass auf Facebook ein wahrer Shitstorm gegen sie losgebrochen ist – nach dieser Meldung erhalten sie bundesweite Solidaritätsbekundungen.

20.7.: Die NPD hatte zu einer Demonstration vor der Gemeinschaftsschule Brachenfeld aufgerufen, in deren Sporthalle über die Sommerzeit notfallmäßig Geflüchtete untergebracht waren. Von den Nazis erschien nicht einer, dafür setzten 150 Menschen ein Zeichen gegen Rassismus.

19.8.: Refugees werden auf dem LIDL-Parkplatz bepöbelt, die Polizei muss intervenieren.

12.9.: 30-40 Neonazis, die nach einer Schlägerei im Hamburger Hauptbahnhof von der Polizei in den Zug gedrängt werden, versuchen auf der Fahrt von Hamburg nach Flensburg Linke und Flüchtlinge anzugreifen. Die Nazis steigen in Neumünster aus.

Oktober: In Boostedt formiert sich Widerstand gegen die Unterbringung von Geflüchteten, die Nazis versuchen den Protest an sich zu reißen, scheitern aber. Einer der Wortführer des Protests bleibt jedoch Dietmar Kühl aus dem Landesvorstand der AfD-Splitterpartei Alfa.

31.10.: Nazi Enrico P. scheitert erneut mit einer seiner „Großdemos“, diesmal in Malente. Vier der fünf Teilnehmer*innen kommen allerdings von der Gruppe „Neumünster wehrt sich“.

2.11.: Die NPD versucht erneut, in Boostedt Fuß zu fassen. Ihre Kundgebungen in Bad Bramstedt und Boostedt sind aber mau besucht und werden von Antifas komplett abgeschirmt.

5.11.: Peter Borchert wird vom Arbeitsamt angeschrieben, das auf der Suche nach Personal zur Bewachung von Geflüchtetenunterkünfte ist,

14.11.: Die erste Demonstration von „Neumünster wehrt sich“ auf dem Kleinflecken bringt 100 Nazis aus ganz Norddeutschland auf die Straße. Ihr Aufmarsch kommt wegen Blockaden allerdings nur 50 Meter weit.


28.11.:
Expert*innen beobachten mit Sorge das Erstarken der extrem rechten Szene in Schleswig-Holstein