Bei Twitter werden unter dem Hashtag #radicalpast oder #autonomegeschichte fast in Archiven vergessene Perlen autonomer Geschichte zum Besten gegeben. Was sich hier zu Neumünster finden lässt, könnt ihr aber auch auf dieser Seite übersichtlich nachvollziehen.

1986:
09.09.: Antifas blockieren das Textilmuseum, der Nordische Ring von Jürgen Rieger kommt nicht rein. Auszug aus Jens Grünbergs „meine revolte in den 80ern und sonst nichts“, epubli 2013.

1989:
17.05.: Autonome blockieren die Holstenhallen, den Tagungsort der DVU, nur die Hälfte der Nazis kommt durch. DVU-Chef Frey verliert beim Überwinden der Sperren einen Koffer mit Papieren, u.a. einem Flugticket

1990:
08.07.: Nach dem WM-Finale kommt es zu einer zweieinhalbstündigen Straßenschlacht zwischen Antifas und Nazis in der Bahnhofstraße, weil der aus 400 Leuten bestehende Nazimob zuvor türkische Jugendliche durch die Straßen gejagt hatte

1991:
12.09.: Besetzung der Anscharkirche, mit der refugees gegen ihre Zwangsumverteilung in die ehemalige DDR, wo sie extrem rechte Pogrome befürchteten, demonstrieren wollten. Knapp zwei Monate später werden sie dennoch nach Greifswald geschickt, wo sie von 200 Nazihools erwartet werden, die sie mit Flaschen, Steinen und Leuchtmunition angreifen. Nachts werden die Betroffenen von solidarischen Genoss*innen aus Neumünster und anderen Städten Norddeutschlands mit Privat-PKWs und einem Bus evakuiert und wieder nach Neumünster gebracht. Die u.a. vom Infoladen Omega herausgebrachte Dokumentation zur Odyssee der refugees haben wir auf unsere Seite hochgeladen, so dass Interessierte auch mehr dazu lesen können.